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Liberale Tourismuszone ZH

Kantonsrat

Warum dürfen nur Reiche am Sonntag shoppen?

Bundesrat veröffentlicht unbrauchbaren Entwurf für Tourismuszonen in den Städten

Mein Vorstoss im Kanton Zürich wurde vom Bund aufgenommen. Doch der Vorschlag von Bundesrat Parmelin ist schlichtwegs untauglich:


?! Verkauft werden darf nur an internationale Touristen im Luxussegment. Die Detailhändler müssen das belegen können.

Wie soll DAS bitte funktionieren? An der Kasse muss ein Kontoauszug und das Flugticket vorgelegt werden? Oder wie??!??


?! Es dürfen nur Läden im Luxussegment offen haben. Somit darf der Juwelier öffnen, und der Globus nicht? Oder gehört Globus zum Luxusladen? Was ist dann mit dem Coop St. Annahof? Ja oder nein?!?


In den Bergregionen darf der Spar am Sonntag öffnen. Sind die Einkäufer alles internationale Touristen im Luxussegment? Oder arbeiten in Berggemeinden keine VerkäuferInnen, die dem Arbeitsgesetz unterstehen? Warum will der Bundesrat weiterhin mit verschiedenen Ellen messen??!??


Warum ist Shoppen in umliegenden Tourismusgebieten möglich - in Zürich nicht? Mein Vorstoss von März 2021:

Meine Initiative verlangt, dass die Öffnungszeiten in Stadtzentren liberalisiert werden. Zürich ist mit über 2,6 Mrd. Fr. und 6,5 Mio. Logiernächten die grösste Tourismusregion der Schweiz. In welchem Ausmass der Fremdenverkehr auch für den Kanton Zürich wichtig ist, haben die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise deutlich zu Tage gebracht.


Einheitliche und liberale Ladenöffnungszeiten haben gleich mehrere positive Effekte:

  • Sie erhöhen die Konkurrenzfähigkeit der Geschäfte gegenüber Onlineangeboten.

  • Bereiche mit längeren Ladenöffnungszeiten haben eine tiefere Kundenkonzentration mit Verteilung der Tagesspitzen zur Folge, was nicht nur zur Vermeidung grosser Menschenansammlungen, sondern auch für eine angenehmere Arbeitssituation bei der Kundenbetreuung sinnvoll ist.

  • Sie setzen Anreize, dass Gäste ihren Aufenthalt auf den Sonntag ausdehnen.

  • Eine Öffnung fördert auch den innerschweizerischen Tourismus und begünstigt Tagesausflüge.

  • Weitere Arbeitsplätze zu Randzeiten werden geschaffen. Denn es gibt viele Arbeitnehmende, welche gerne an Sonntagen arbeiten. Laut Ecoconcept-Studie des SECO können viele Teilzeitjobs entstehen, welche insbesondere auch Berufseinsteigerinnen und -einsteigern sowie Wiedereinsteigerinnen und - einsteigern zu Gute kommen.


Zur Initiative: Kantonsrat Zürich | Geschäfte | «Für offene Läden in Tourismuszentren», liberale Ladenöffnungszeiten in Zürcher Tourismusgebieten (zh.ch)


Für mehr Arbeitsplätze - für mehr Einkommen für Detailhandels-Angestellte Mein Votum im Rat von November 2021:

Liberalere Öffnungszeiten schaffen mehr Arbeitsplätze. Mehr Arbeitsplätze bedeutet Einkommen für mehr Menschen. Einkommen, um sich und die Familie zu ernähren. Einkommen, um ohne Existenzängste entspannt die an einem anderen Tag kompensierte Freizeit und Erholungszeit zu geniessen.  


Replik zu den Vorwürfen von SP, AL und Grüne:https://lnkd.in/dGEnfcBr


Eintretensvotum im Kantonsrat: https://lnkd.in/dhjTQ7XW

"Mehr Sonntagsverkäufe Dank Kniff" - Berichterstattung in der NZZ Neue Zürcher Zeitung:https://www.nzz.ch/zuerich/kantonsrat-zuerich-mehr-sonntagsverkaeufe-dank-kniff-ld.1653089

"Mehrheit des Rats für 52 Sonntagsverkäufe in der Zürcher City" - Berichterstattung im Tages-Anzeiger:

https://www.tagesanzeiger.ch/mehrheit-des-rats-fuer-52-sonntagsverkaeufe-in-der-zuercher-city-340878850058

"Shoppen soll auch Sonntags möglich sein" - Interview im Radio Stadtfilter Winterthur: https://lnkd.in/dHYBdHXH Der Sonntag ist der umsatzstärkste Tag im Onlinehandel Sonntäglicher Kirchgang und Spaziergang im Kreise seiner Liebsten – egal ob am See oder nicht. Diese Bilderbuchvorstellung entspricht schon lange nicht mehr der Realität. Schon heute ist der verkaufsstärkste Tag im Onlinehandel der Sonntag. Die Bevölkerung hockt somit vor einem Gerät und shoppt im Internet. Die kalte Jahreszeit ist dabei die umsatzstärkste. Online-Shopping ist bekanntlich nicht umweltfreundlicher. Der Schuh wird dann nicht im Laden probiert. Es werden 5 Schuhe zur Probe bestellt und dann wieder retourniert…


Verkaufssonntage bewegt Stubenhocker

Sonnenschein lockt unvermindert die Menschen nach draussen, in die Badi, zum Flanieren, Grillieren, Velo fahren. Im Winter braucht es andere Anreize, um die Bevölkerung dem Internet abspenstig zu machen.

Eine Ausweitung der Sonntagsverkäufe würde somit keine Kirchgänger kapern, sondern Stubenhocker bewegen. Das stärkt die Konkurrenzfähigkeit der stationären Geschäfte und dient den Gastronomen in deren Nachbarschaft. Überdies entstehen Anreize, dass Gäste ihren Aufenthalt auf den Sonntag ausdehnen. Eine Öffnung fördert den innerschweizerischen Tourismus und begünstigt Tagesausflüge. Der Kluge reist im Zuge – auch am Sonntag.


Der Sonntag als Arbeitstag ist begehrt

Zudem werden Arbeitsplätze an Randzeiten geschaffen. Denn es gibt viele Arbeitnehmende, z.B. Studierende, welche gerne an Sonntagen arbeiten und vom Sonntagszuschlag profitieren wollen. Selbstverständlich müssen arbeitsrechtliche Vorgaben erfüllt werden. Das Einkaufen am Sonntag verteilt die Kundenkonzentration der Samstage, was weniger Stress und eine angenehmere Kundenbetreuung für Angestellte ermöglicht.


Warum ist Shoppen in Ski- und Wandergebieten in Ordnung, in Zürich nicht?

Offenbar sind liberale Öffnungszeiten zu annehmbaren Arbeitsbedingungen durchaus zu schaffen.

Berggemeinden beispielsweise haben ihre Geschäfte geöffnet. Ist es liberal, wenn der Bevölkerung vorgeschrieben wird, wie und wo sie ihre Freizeit gestalten soll? Oder warum ist Shoppen in Ski- und Wandergebieten in Ordnung, in Zürich aber nicht? In beiden Fällen leisten andere Menschen Sonntagsarbeit…

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