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Familienfreundliche Unternehmen

Kantonsrat

Aug 24, 2026

Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht mehr als Steuerabzüge

👨‍👩‍👧‍👦 Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht mehr als Steuerabzüge.

Im Kantonsrat haben wir ein Postulat zur steuerlichen Entlastung von Unternehmen bei der Unterstützung der Kinderbetreuung abgeschrieben.


Unsere Haltung ist klar: Wir stehen voll und ganz für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aber Unternehmen können die entsprechenden Kosten bereits heute als Personalaufwand steuerlich abziehen. Ein zusätzlicher Überabzug ist aufgrund des Bundesrechts nicht möglich.


Damit sollte die Diskussion aber nicht enden. Im Gegenteil. Wir sollten dort ansetzen, wo Unternehmen tatsächlich Handlungsspielraum haben: bei modernen und familienfreundlichen Arbeitsbedingungen.


Das SECO zeigt, wie wichtig insbesondere flexible und planbare Arbeitszeiten, Teilzeit, Jobsharing und – wo möglich – mobiles Arbeiten sind.


Und gerade Topsharing zeigt, dass Teilzeit und Führungsverantwortung kein Widerspruch sind. Auch anspruchsvolle Führungsfunktionen können geteilt und mit reduzierten Pensen wahrgenommen werden.


Dabei ist mir auch die Lohngleichheit wichtig. Familienfreundliche Arbeitsmodelle dürfen nicht dazu führen, dass vor allem Frauen ihre Erwerbstätigkeit reduzieren und dadurch langfristig bei Lohn und Karriere zurückfallen.

Teilzeit bedeutet nicht weniger Wertschöpfung für unsere Volkswirtschaft: Dank der Zunahme der Teilzeitarbeit ist das gesamte Arbeitsvolumen in der Schweiz gestiegen.


👉 Familienfreundlichkeit ist nicht nur Familienpolitik. Sie ist auch Fachkräfte-, Wirtschafts- und Standortpolitik.


Deshalb braucht es Rahmenbedingungen, die es Unternehmen attraktiv machen, flexible Arbeitsmodelle anzubieten – damit Menschen ihre beruflichen Kompetenzen auch mit Familie und anderen Lebensphasen verbinden können.

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